QUERFELDDREI

Fontasialand

Sa 8. Juni | 17 Uhr
So 9./Mo 10. Juni | 13.30 – 18.30 Uhr
Di 11. Juni – Di 18. Juni | 13.30 – 18.30 Uhr

Es war einmal … FONTASIALAND

Ein kurzes Sommermärchen

Zuerst war Fontasialand nur eine Idee, ein Gedankenspiel: wie wäre es – fragten wir uns – wenn mitten in unserer Stadt ein Ort wäre, wo  Jung und Alt,  Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Treffpunkt hätten, einen Ort, wo alle miteinander basteln und werkeln, reden, lachen und musizieren oder einfach nur ihre Seele baumeln lassen könnten? Ein Ort wie es ihn so  vorher noch nicht gegeben hatte in unserer Stadt.

Und wir wussten auch von einem Platz, wo wir Fontasialand errichten wollten:  auf dem Braschplatz im Herzen von Neuruppin. In früheren Zeiten hatten hier einmal Soldaten exerziert, deshalb nennen ihn auch heute noch viele ältere Einwohner Paradeplatz. Normalerweise liegt der Braschplatz brach. Hier und da werden die kreuz und quer liegenden Wege als Abkürzung genutzt und auf dem kleinen Rondell im Zentrum des Platzes treffen sich auch zuweilen mal ein paar Leute.  Aber der Braschplatz in der Mitte der Stadt ist  im Bewusstsein der Neuruppiner immer nur am Rande geblieben – trotz seiner ungeheuren Größe, trotz seiner zentralen Lage.

Das wollten wir mit FONTASIALAND ändern – genau an diesem Ort wollten wir  Fontane zu Ehren gemeinsam ein Denkmal schaffen – mit allen, die Lust hatten, daran teilzunehmen. Keine Skulptur aus Edelstahl oder Stein. Unser Denkmal sollte ohne jeglichen Sockel auskommen, ein federleichtes Denkmal sollte es werden, nicht für die Ewigkeit, sondern nur für kurze Zeit.

Und wir glauben, es ist uns gelungen. Für 10 Tage, für eine kurze Zeit, aber für Dutzende von Erwachsenen und zahlreichen Kindern und Jugendlichen war Fontasialand ein Abenteuerspielplatz der Phantasie.

Die Künstlerin Nele Probst aus Berlin stand uns dabei zur Seite; sie lieferte viele der wunderbaren Ideen, animierte gerade die jungen Leute und gab ihnen das Selbstvertrauen, sich auszuprobieren. Sie schufen zusammen Bilder und Skulpturen, Buntes, Absurdes und Geometrisches – aus ganz alltäglichen Dingen. Zusammen mit der Künstlerin Michaela Hartmann, mit Reinhard Kurzhals und allen Besuchern entstand so tagtäglich Neues. Fontasialand war ein Gesamtkunstwerk. Zugleich  Werkstatt, Galerie, Museum, Rückzugsort, Bühne und …Heimat. Kreuzungspunkt für die kleinen Fluchten aus dem Alltag.

Fontasialand ist Geschichte. Vorbei. Aus. Ein Sommermärchen. Ein Sommertags- und Sommernachtstraum. Entstanden und vergangen. Aber Fontasialand hat Spuren in der Erinnerung allerTeilnehmer hinterlassen, in den Köpfen und Herzen. Und Spuren in der Stadt. Wir haben den Grundstein gelegt für etwas ganz Neues. Nun liegt es an uns allen, ob Fontasialand eines Tages Wirklichkeit wird, als ein Ort, an dem wir unsere Träume von einem kreativen und phantasievollen Zusammenleben verwirklichen können.