Tempelgarten

Tempelgarten
Präsidentenstraße 64
16816 Neuruppin
03391.333 2
http://www.tempelgarten.de/

Der Tempelgarten mit dem Apollo-Tempel ist ein gartenhistorisches Kleinod ersten Ranges in Brandenburg. Kronprinz Friedrich, der spätere Preußenkönig Friedrich II., ließ den Garten anlegen und sich 1735 vom Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff den Apollo-Tempel bauen. Hier konnte der Kronprinz mit seinen Freunden philosophieren und musizieren. Fontane schreibt: „Hier lebt er heitere, mußevolle Stunden, die Vorläufer jener berühmt gewordenen Tage von Rheinsberg und Sanssouci. Allabendlich, nach der Schwere des Dienstes, zieht es ihn nach seinem »Amalthea« hinaus. Der Weg durch die hässlichen Straßen der alten Stadt ist ihm unbequem, so hat er denn für ein Mauerpförtchen Sorge getragen, das ihn unmittelbar aus dem Hofe seines »Palais« auf den Wall und nach kurzem Spaziergang unter den alten Eichen in die lachenden Anlagen seines Gartens führt. Da blüht es und duftet es; Levkojen und Melonen werden gezogen, und auf leis ansteigender Erhöhung erhebt sich der »Tempel«, der Vereinigungspunkt des Freundeskreises, den der Kronprinz hier allabendlich um sich versammelt.“

Die Familie Gentz, eine einflussreiche Kaufmannsfamilie aus Neuruppin, kaufte 1853 den Tempelgarten und gestaltete den Park romantisch orientalisiert um. Bis 1856 wurde der Garten mit türkischer Villa und einer Mauer in maurischem Stil bebaut, wertvolle Sandsteinfiguren aus Dresden aufgestellt und die innere Ausgestaltung des Tempels vorgenommen. Mit der Umgestaltung des Gartens durch die Familie Gentz wurde ein beeindruckendes Kleinod geschaffen. Weiteres über die Familie Gentz kann in Fontanes Wanderungen nachgelesen werden.