Taschentuch der Effi Briest
1896

Nachdem der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane zwischen Oktober 1894 und März 1895 in sechs Folgen in der „Deutschen Rundschau“ abgedruckt wurde, bevor er 1896 als Buch erschien, erhielt der Autor von seinen Leserinnen viele Zuschriften und Briefe, in denen sich nicht wenige über Effis „Unmoral“ entrüsteten. Eine Briefschreiberin legte ihrem Brief ein Taschentuch bei mit dem Kommentar: „Damit soll sich die verkommene Person doch die Krokodilstränen abwischen“. Fontane bewahrte es in seinem Schreibtisch auf, aus dem Nachlass gelangte es 1912 bei einer Versteigerung in den Besitz der Familie Matt im Fürstentum Liechtenstein, die es den Fontane-Festspielen gegen eine Spendenquittung übergab.