Jens Mühling
"Schwarze Erde - Eine Reise durch die Ukraine"

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Jens Mühling, geboren 1976 in Siegen, studierte Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of East Anglia, Norwich, England. Er war Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung und arbeitet seit 2005 beim Tagesspiegel. Für seine Reportagen und Essays über Russland wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Axel-Springer-Preis und dem Peter-Boenisch-Gedächtnispreis.

Das PortrSchwarzeErdeät eines Landes in der Zerreißprobe.
«Wird jemand für das vergossene Blut zahlen? Nein. Niemand.» Michail Bulgakow schrieb das in Kiew, in den Wirren des russischen Bürgerkriegs, als sich in der Ukraine im Wochentakt die Grenzen verschoben. Den Deutschen gehörte damals ein Stück des Landes, den Polen schon nicht mehr, obwohl ihnen früher ein sehr großes gehört hatte. Ein kleineres den Österreichern, den Litauern lange fast alles, den Russen später der Rest, den Sowjets am Ende das Ganze. Allein den Ukrainern gehörte nichts. Ein Jahrtausend lang lebten sie zwischen Grenzen, die sich unter ihren Füßen stetig verschoben. Und die nun wieder in Bewegung geraten sind.

So 15.05. | 15.00 Uhr | Fontane-Buchhandlung, Neuruppin
Schwarze Erde – Eine Reise durch die Ukraine
(M) Hendrik Röder