Fontane-Brief
an den Bürgermeister von Rheinsberg, Zweitschrift 1883

Im Herbst 1883 wurde Theodor Fontane vom Magistrat der Stadt Rheinsberg gefragt, ob er im Denkmalskomitee für das zu errichtende Kronprinzendenkmal in Rheinsberg mitwirken würde. In einem Brief vom 8. November 1883 lehnt er dies mit der Begründung ab, er sei zu alt. Allerdings schlug er einige Tage später seinen Freund und „speziellen Collegen Ludwig Pietsch“ zur Mitwirkung vor. Zuvor hatte er aber auch dem Rheinsberger Bürgermeister  Fritz Dümichen in einem privaten Brief angeboten, zwar nicht persönlich, aber doch schriftlich mitwirken zu können. Die Zweitschrift dieses Briefes, ebenfalls vom 8. November 1883, an den Bürgermeister fand sich zwischen Zeitungsseiten und unsortierten Papieren im Nachlass von Ludwig Pietsch, den Fontane offenbar von seinen Vorschlägen informieren wollte.
Der an den Magistrat abgeschickte Brief liegt heute im Kreisarchiv Neuruppin, im Bestand Rheinsberg unter der Signatur ALT 124. Er trägt in den Magistratsakten den Eingangsvermerk „10.11.83“.