Fensterknauf
Waren / Müritz, 1917

Als Theodor Fontanes Tochter Martha, genannt Mete, zwei Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes Karl Emil Otto Fritsch, im Januar 1917 aus dem Fenster ihres Hauses in Waren / Müritz stürzte, an dessen Folge sie verstarb, hielt sie sich noch kurze Zeit an dem Fensterknauf im Obergeschoss fest, bevor dieser abriss. Die Kratzer auf der Unterseite des Knaufs geben Auskunft vom Aufprall auf der gepflasterten Straße.
Der Fensterknauf gelangte, zusammen mit den etwa 270 Briefen aus dem Briefwechsel mit ihrem Vater, für die er wohl als Briefbeschwerer diente, in die Staatsbibliothek Berlin. Dort wurde er, nach der Einführung moderner Archivierungsmethoden, aussortiert und sollte entsorgt werden. Die Nachfahren einer ehemaligen Archivmitarbeiterin übergaben ihn den Fontane-Festspielen als Geschenk.