Eingangsglocke
von Fontanes Vater aus Schiffmühle, 1867

Der Apotheker Louis Henri Fontane, Vater von Theodor, kaufte das winzige Fachwerkhaus 1855 und lebte dort nach der Trennung von seiner Frau mit seiner Haushälterin Louise. Er verstarb in diesem Haus am 5. Oktober 1867. Nach seinem Tod musste sein Hausrat versteigert werden, um Spielschulden zu tilgen. So gelangte auch die Eingangsglocke in Privatbesitz. 1923 wurde sie an das Stadtmuseum Küstrin verkauft. Von dort geriet sie 1945 als Teil der sog. „Beutekunst“ in ein Depot nahe Moskaus. Nach dem Rückgabe-Abkommen zwischen Deutschland und Russland von 1993 gehörte sie zu den wenigen bislang zurückgegebenen Artefakten. Da das Museum Küstrin nicht mehr existiert, wurde die Türglocke an das Brandenburger Kulturministerium übergeben, wo wir sie vor einigen Jahren in einem Keller gefunden haben.