Chinesisches Messer aus Swinemünde
1896

Das alte Kapitänshaus in Swinemünde (im Roman heißte es Kessin), in dem in Fontanes Roman „Effi Briest“ Baron von Innstetten und seine junge Frau Effi wohnten, hat es tatsächlich gegeben. Dort spukte bekanntlich auf dem Dachboden der Geist des toten „Chinesen“, den der Vorbesitzer, der Südsee-Kapitän Thomsen, einst mitgebracht hatte, und der mit dessen Nichte Nina an ihrem Hochzeitsabend durchgebrannt war. Sein Grab „in den Dünen“ blieb lange unbekannt. Nach einer Sturmflut freigespült, wurde es von polnischen Archäologen vor wenigen Jahren erschlossen. Aus den Grabbeigaben stellte uns für diese Auktion das Muzeum Narodowe w Szczecinie (Nationalmuseum Stettin) das Messer zur Verfügung.