Neuruppin

Die Geburtsstadt Theodor Fontanes

20141015

Neuruppin, die Geburtsstadt Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkels, erstreckt sich am Ufer des 14 km langen Ruppiner Sees. Sie bildet das Tor zur Ruppiner Schweiz, deren landschaftliche Reize durch eine Kette idyllischer Seen und ausgedehnte Waldgebiete geprägt ist. Die heutige Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin mit ihren nahezu 32 000 Einwohnern erhielt im Jahre 1256 das Stadtrecht. Seitdem wuchs sie zu einer der größten mittelmärkischen Städte heran.

Der Charakter der Garnisonsstadt wurde durch Kronprinz Friedrich geprägt, der im Jahre 1732 als Kommandeur eines Regiments in die Stadt kam. Der spätere Preußenkönig ließ in dieser Zeit von seinem Freund Knobelsdorff den Tempelgarten anlegen. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1787 wurde Neuruppins Wiederaufbau von König Friedrich II. großzügig unterstützt. Es entstand eine sehr preußische Stadt im Stile des Frühklassizismus, die sich bis heute durch breitangelegte Straßen, großzügige Plätze und reiche Bürgerhäuser auszeichnet. Den Mittelpunkt der Stadt prägt nicht, wie üblich eine Kirche, sondern ein imposanter Gymnasiumsbau.

In der vom Stadtbrand verschont gebliebenen Altstadt findet man romantische kleine Straßen mit Fachwerkhäusern. Sie münden ein in den Uferbereich des Ruppiner Sees, von dessen Promenade aus vornehme Salonschiffe zu regelmäßigen Rundfahrten ablegen. Weit bekannt wurde Neuruppin durch die Neuruppiner Bilderbogen. Zwischen 1810 und 1934 traten etwa 22 000 Motive der illustrierten Blätter mit Alltagsszenen, politischen Themen und Spielen für Jung und Alt ihre Reise an.

Theodor Fontane erblickte 1819 in der Löwenapotheke das Licht der Welt. Mit seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg setzte er seiner Heimat ein bleibendes Denkmal.

Stadt Neuruppin – neuruppin.de